"die umweltberatung“ Wien im Zeichen von Flexibilität und Solidarität
Bereits seit Ende der 1980er Jahre geben die Expertinnen und Experten von "die umweltberatung" Wien konkrete Handlungsvorschläge für einen gesunden, genussvollen, ökologischen Lebensstil und das nachhaltige Wirtschaften. Dabei richtet sich das umfassende Informations- und Bildungsangebot an Privatpersonen, Bildungseinrichtungen, Betriebe sowie Verwaltungseinrichtungen. "die umweltberatung" Wien ist eine Institution der Wiener Volkshochschulen und wird von der Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22) basisfinanziert.

Seit 1999 ist Mag. Manuela Lanzinger für "die umweltberatung" aktiv und zeichnete u.a. 2000 für den Aufbau des Kompetenzzentrums „Grünraum und Garten“ verantwortlich. Mitte 2004 erhielt sie die Diagnose Multiple Sklerose und leidet seither an einer Gehbehinderung. Von Anfang an wurde sie von ihrem Arbeitgeber bestmöglich unterstützt. „Gerade zu Beginn, als meine medikamentöse Einstellung noch nicht passte und ich zudem nach einem Sturz einen gebrochenen Knöchel hatte, waren mein damaliger Chef und viele KollegInnen gleich bei mir am Krankenbett.“ Um sowohl Frau Mag. Lanzinger als Person, als auch ihr Wissen und ihre Erfahrung nicht zu verlieren, entschied sich "die umweltberatung" Wien beim Umzug in ein neues Büro zu umfangreichen Umbauten im Sinne der Barrierefreiheit – ein Behinderten-WC sowie elektrische, per Fernbedienung steuerbare Türen. „Das kommt nicht nur mir, sondern natürlich auch unseren KundInnen im Bedarfsfall zu Gute“, so Lanzinger.

Darüber hinaus bietet "die umweltberatung" Wien die Möglichkeit Arbeitsinhalte und Projekte flexibel zu gestalten sowie die Option des Home-Office. Drei Wochen im Jahr fährt Frau Lanzinger auf Rehabilitation. Ihre Abwesenheit ist dabei mit allen KollegInnen abgesprochen und geplant, fällt zudem in einen „ruhigen“ Zeitraum. „Durch diese Umstände hat sich unser Vertretungs- bzw. Backup-System sogar noch verbessert!“

Besonders bemerkenswert ist die hohe Solidarität innerhalb der Belegschaft aufgrund der offenen Kommunikation, die zu einem internen „Frühwarnsystem“ führte. Nachdem Frau Lanzinger teilweise auf einen Rollator angewiesen ist, wird sie bei einer Funktionsstörung des Liftes sofort von KollegInnen – sei es in der Früh noch vor Arbeitsbeginn oder im Laufe des Tages – informiert.
Mag.a Manuela Lanzinger
Foto: Monika Kupka