Neue Studie der MS-Gesellschaft Irland
Die gesellschaftlichen bzw. volkswirtschaftlichen Kosten, die MS-Erkrankungen verursachen, stehen im Mittelpunkt einer neuen Studie der MS-Gesellschaft Irland. Niemanden, der sich ein wenig mit dem Thema beschäftigt hat, wird es verwundern, dass die indirekten Folgekosten (Verlust von beruflichen Aufstiegschancen, reduzierte Arbeitszeit, Arbeitsplatzverlust) mit rund 50 Prozent weit höher sind als die direkten Folgekosten von MS (Spitalsaufenthalte, Arzt- und Medikamentenkosten). Die Studie ist nur in Englisch verfügbar, aber auch aufgrund der übersichtlichen und innovativen grafischen Darstellungen von Resultaten gut verständlich. 


Sieben von zehn Personen mit MS, die an einer Umfrage teilgenommen haben, sagen, Multiple Sklerose habe ihre Karriere-Aussichten deutlich reduziert. 27 % mussten ihre Berufstätigkeit ganz aufgeben. Die StudienautorInnen, zu denen auch WissenschaftlerInnen des University College Dublin (USD) zählten, empfehlen aus volkswirtschaftlicher Perspektive vor allem zwei Dinge: 1. Zugang zu frühestmöglicher medizinischer Behandlung und 2. die Schaffung bzw. Adaption von Arbeitsplätzen für Menschen mit MS. Rund 9.000 EinwohnerInnen der Republik Irland mit ihren etwa 4,6 Millionen BürgerInnen leben mit der Diagnose Multiple Sklerose.