Meine MS und ich
MS im Alter ist für mich ein erträglicher Zustand, solange ich mich nicht zu stark mit der Krankheit beschäftige. Vor allem möchte ich nicht damit konfrontiert werden, welche Beschwerden im Zusammenhang mit MS möglicherweise auftreten könnten.
Auf dem letzten MS-Informationstag in Salzburg im Oktober hielten MS-Fachärzte unglaublich interessante Vorträge, wissenschaftlich, therapeutisch, alles, was MS mit sich bringt. Da wurde über MS und all ihre Begleiterscheinungen diskutiert. Ja und da weiß ich dann wieder, es sind nicht nur „Altersbeschwerden“, sondern eben auch MS-Begleiterscheinungen, die ich zu spüren bekomme.
„Meine MS“ und ich leben ja gut miteinander: dreimal wöchentlich bekommt sie ihr Rebif gespritzt und am Abend nehme ich Baldrian, um den „Grübeleien“ aus dem Weg zu gehen – das sind so meine „inneren MS-Beschwerden“, die sich so ein wenig auf die Seele legen….oder ist es eben vielleicht doch das Alter?
Ja, aber alle anderen Beschwerden oder Schmerzen, bewege ich – radle ich – und massiere ich mit meinen „Wundersalben“ so gut es geht weg…
Aber nach diesem MS-Tag brauche ich dann Tage bis ich mich von „meiner MS“ zurückziehen kann, bis ich sozusagen wieder einen GESUNDEN  ABSTAND von meiner MS habe…. Das ist meine Art, mein Weg, mit meiner MS auszukommen. Ganz verdränge ich sie nicht, aber so richtig „Freunde“ sind wir nicht, aber damit können WIR (!) leben….