Jeden Monat ein Marathon
Nach unserer Tansania Reise hatte uns der normal Alltag wieder recht rasch eingeholt.
 
Die Wärme Afrikas konnte ich noch ziemlich lange mit nehmen. Auch die fantastischen Erinnerungen und die Fotos halfen mir den normalen Büroalltag durchstehen zu können.
 
Im April reisten meine Frau und ich nach Hamburg, um dort einen Marathon zu laufen. Es war zu dieser Zeit ziemlich kühl und ich spürte eindeutig, dass mir das bezüglich der MS sehr gut bekam.
Beim Marathon hagelte es dann bei Kilometer 2. Dies geschah genau auf der berühmten Reeperbahn.
Ein Zeichen des Himmels? ;-)
 
Im Mai liefen wir den Salzburg-Marathon.
 
Ende Juni liefen wir den zweitägigen Ötscher Ultramarathon.
Hier hatte ich große Befürchtungen, da es ein paar Stellen gibt, welche Trittsicherheit verlangen. Und genau diese habe ich ja wegen der MS nicht. Doch im Bewerb konnte ich diese Stellen meistern indem ich mich ganz einfach auf meinen Vordermann konzentrierte und genau ihm nachging.
Diese 70 KM in zwei Tagen mit insgesamt 3000 Höhenmetern hingen mir ziemlich lange mit schmerzhaftem Muskelkater nach.
 
Am vergangenen Wochenende liefen wir den Zermatt-Marathon. Zermatt ist eine wunderschöne Stadt und der Blick aufs Matterhorn ist sicher einer der schönsten Ausblicke auf unserer Erde.
Außerdem fuhren wir mit der Zahnradbahn auf den Gornergrat auf 3100 Metern Höhe.
Hier war die Luft schon deutlich dünner. Doch der Rundumblick war einfach grandios. Man steht dort auf einer Aussichtsplattform und rund um einen stehen viele Viertausender. Einfach gigantisch.
 
Der Marathon selbst war mein 71. Marathon und es war auch sicher mein härtester Marathon bislang.
Er hatte 2000 Höhenmater aufsteigend, es gab viele Traillauf Passagen (für mich wegen des Stolperns immer ein Horror) und das Ziel war auf einer Höhe von 2700 Metern.
 
Nun ist es endlich an der Zeit sich wieder ein wenig zu erholen. Leider bekommt mir die Hitze in unseren Breiten zur Zeit gar nicht gut und ich bin knapp davor ins AKH zu gehen und mir wieder Cortison verabreichen zu lassen.