Freunde - Teil 1
Oft hört man, sobald die Diagnose steht und man offen mit der Erkrankung umgeht, dass sich Freundschaften in Luft auflösen. Was soll ich sagen, das stimmt zum Teil, aber auch andere Lebensereignisse führen dazu, dass sich Freundschaften lösen und man nichts mehr miteinander zu tun hat. Es kann ein Umzug sein, dann wieder einfach eine andere Ausbildung, Änderung der Lebensverhältnisse wie  Job oder Scheidung usw. usw. Es gibt also zahlreiche Gelegenheiten, dass sogenannte Freunde verschwinden. 
 
Bei mir war es teilweise so. Zum Teil konnte und kann ich durch die ständige Erschöpfung kaum Freundschaften schließen. Auch wenn ich mich öfters mit anderen Menschen treffen möchte besteht mein Tag aus Krafteinteilungsmanagment. Die kleinen Alltäglichkeiten schlucken meine ganze Energie, da bleibt für Menschen um mich wenig über. Wer also glaubt, Party machen und Co - nein dem ist nicht so. Die Erschöpfung hatte ich bereits vor der Diagnose, noch nicht so schlimm wie jetzt, aber auch schon recht ausgeprägt. Wurde ich auf Feste eingeladen, konnte ich aus Müdigkeit oft nicht hin. Ich glaube binnen einem Jahr kam ich maximal auf 1-2mal ausgehen und diese Zahl hat sich nicht gesteigert, sondern pendelt sich auf O-1 ein.