Mein erster Marathon auf afrikanischem Boden
Weihnachten und Silvester habe ich gut überstanden, doch der geplante Beginn des neuen Jahres wurde durch das Wetter massiv beeinflusst. Obwohl die Kälte eine probate Therapie bei der MS darstellt, mag ich sie schlichtweg einfach nicht.

Meine ohnedies durch die MS schon recht steifen Muskeln wurden durch die tiefen Temperaturen noch verkrampfter. Zumindest hatte ich diesen Eindruck. An ein normales Lauftraining war wegen der Kälte und den Bodenverhältnissen nicht zu denken. So beschränkten sich meine körperlichen Aktivitäten auf Yoga, Rückemgymnastik, Zirkeltraining und langsames Laufen.

Mitte Jänner fuhr ich mit meiner Frau für zwei Tage nach Loipersdorf. Wie ich bereits erzählt habe, gibt es meiner Meinung nach kaum bessere MS Therapien als das schwerelose Treiben auf Schaumstoffrohren im körperwarmen Thermalwasser. Wenn man noch dazu gleichzeitig massiert und gedehnt wird, ist es einfach wundervoll.

Ende Jänner flogen wir für fünf Tage nach Marrakesch. Dort hatte es 26 Grad im Schatten. Das war gleichzeitig ein Hochgenuss und eine Belastung für den an die Kälte gewöhnten Körper. 

Immer wenn wir andere Länder besuchen, achte ich darauf, wie die Leute dort mit Menschen mit Behinderung umgehen. Natürlich ist das Sozialsystem in Marroko nicht auf unserem Level, doch dies wird durch den warmherzigen Umgang und das dichte soziale Netz wettgemacht.

Wir sind in Marrakesch den Marathon gelaufen. Unser erster Marathon auf afrikanischem Boden war ein tolles Erlebnis.

Und nächsten Monat fliegen wir auf Hochzeitsreise!