Mein Sportprogramm
Diese Woche bekomme ich drei Mal je 1000 mg Cortison intravenös verabreicht. Dies geschieht auf meinen Wunsch als reine Prävention, wird aber von MS Ärzten nicht sehr gerne gesehen, weil es keine durch Studien belegte Behandlungsmaßnahme ist. Aber mir geht es damit seit Jahren sehr gut. Und wenn ein eingeschlagener Weg passt, so will man ihn ja auch nicht unbedingt verlassen…;-)
Ich trainiere zurzeit sehr wenig intensiv, da wir heuer schon 6 Marathons und zwei Ultras gelaufen sind. Meine Frau läuft alles mit mir. Und das noch dazu in der gleichen Zeit.
Ende November laufen wir noch Florenz, dann Marrakesch, Kilimandscharo, Hamburg, Ötscher und Zermatt.
Wenn ich – so wie jetzt eben – Cortison bekomme, so kann ich natürlich nur lockeres Traben absolvieren. Und das auch nur an den drei ersten Tagen. Es dauert recht lange, bis das Cortison wiederaus dem Körper draußen ist.
Ich habe erst seit meiner MS Diagnose mit dem Laufen begonnen, weil mir das Training gesundheitlich hilft. Davor war ich Fußballer in der Regionalliga.
Ich trainiere eigentlich immer, aber nur zwei Mal im Jahr (je 2 Monate) so halbwegs nach einem Plan. Letzten Sonntag bin ich den Marathon in Ljubljana in 3:39 gerannt. Das war mittlerweile mein 64. Marathon. Meine Bestzeit liegt bei 3:22, ein dutzend Mal ist es mir gelungen unter 3:30 zu bleiben. Bis vor 5 Jahren habe ich auch noch Ironmen absolviert, 7 mal in Folge in Klagenfurt. Bestzeit: 10:54. Aber das geht jetzt nicht mehr, da ich beim Radfahren große Probleme habe. Daher laufen wir jetzt eben mehr Ultradistanzen (100 km mit vielen Höhenmetern).
Trainingstechnisch laufe ich bis zu 120 km pro Woche. Dazu kommt noch Yoga und Kräftigung mit Zirkeltraining.
Bei Yoga helfen mir gegen die MS eigentlich fast alle Übungen. Gleichgewicht, Dehnung und Kräftigung nutzen hier besonders. Aber am meisten hilft mir Yin Yoga. Das ist einfach grandios: Eine Handvoll Yoga Position lange gehalten. Eher schon meditativ. Sehr empfehlenswert!
Die tägliche Müdigkeit quält mich leider auch sehr. Im Beruf ist das ein großes Problem, wenn du dauernd gähnst oder dir die Augen zu fallen. Da hilft es mir sehr, dass wir bei der ÖBB auch die Möglichkeit zu Homeoffice haben. Somit muss ich nur drei Tage pro Woche ins Büro nach Wien fahren. Die Müdigkeit ist nämlich ein wirklich großes MS Problem…
 
Bezüglich Ernährung versuche ich eher fleischlos zu essen. Und wenn schon, dann esse ich eher Puten und Hühnerfleisch. Ich bevorzuge aber Fisch, Nudelgerichte und generell die japanische Küche.