Maigedanken
Manchmal ist das Glück und das was man liebt nur ein Hauch, ein Flügelschlag. Was bleibt ist der Gedanke, der vom Licht getragen wird....

Ich habe geglaubt, ich könnte ,,Aprilgedanken" aufs Papier bringen, aber es sind ,,Maigedanken" geworden. Manchmal liegt es auch daran, dass der Gedanke in kein ,,Wort" passt, dass das Leben ein Programm vorlegt, dass so nicht geplant war - den Schmerz nicht hinterfragt - und einfach geschehen lässt. Hilflos im Schweigen, weil es keine Antwort auf ein WARUM gibt.

Das Schweigen ist der Acker der Gedanken, 
in die Furche lege das Wort
und ernte es im Zuspruch.

Gedanken von mir, mein Weg...

Mozart, Brahms und Beethoven begleiten mich dann durch die Gedanken. Das ,,Ablaufen" und das ,,Abradeln" brauche ich dann ebenso, um in der Stille für mich den Weg zu finden, wenn mich etwas zutiefst bedrückt....

Am Samstag den 30.April sind mein Rad und ich dann nach Traunstein geradelt.
Es war genau RICHTIG - traumhaft und unglaublich -blühende Apfelbäume, Wiesen mit dottergelben Löwenzahnblüten bestäubt, Schafe, die mit ihren Lämmern blökend eine gute Fahrt wünschten.
Am Himmel zwei Bussarde, die sich in luftiger Höhe ein Duell lieferten. Dann auf der linken Seite meines Weges schneebedeckte bayerische Alpen, die sich stolz der Sonne präsentierten....
Das versöhnt ein wenig, man spürt die Wadeln, ist ein Teil dieser blühenden Landschaft, man spürt das Leben, was nicht heißt, dass man dem Schicksal alles verzeiht, aber man lernt immer wieder damit umzugehen....
In Traunstein angekommen und ein letztes Straßenstück bergauf haben mich Krämpfe in den Oberschenkeln aber so was vom Rad geholt, dass ich schon ein bisserl erschrocken war. Es tat schon sehr weh. Magnesium, Mineralwasser, Massage und langsames Gehen haben nach geraumer Zeit meine Muskeln versöhnt. Ich hattte schon befürchtet, ich müsste mit dem Zug zurückfahren, aber ich konnte dann doch am Nachmittag zurück nach Salzburg radeln!!
Über 75km, ein guter Radltag. Ich war dann schon ein bisserl stolz, aber auch dankbar für diesen unglaublich schönen Tag.
Gerade die Verbindung der Schmerzen mit dem Schönen war wichtig für mich. Man lernt sich wieder zu spüren, nimmt auch seine Verletzbarkeit an und findet seinen Weg FÜR und ZU SICH.